100.000 Euro zusätzlich für kulturelle Vielfalt und Teilhabe in den Stadtteilen von Hamburg-Mitte
Die CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte setzt sich für eine nachhaltige Stärkung der Stadtteilkultur ein. Mit einem Antrag zur Haushaltsaufstellung 2027/2028 fordert die CDU den Bezirksamtsleiter auf, sich beim Hamburger Senat für die Einrichtung eines zusätzlichen Bezirkskulturfonds Hamburg-Mitte in Höhe von 100.000 Euro ab 2027 jährlich einzusetzen. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt in den Stadtteilen mit neuen Projekten zu sichern und auf die damit verbundene stark gestiegene Nachfrage nach Fördermitteln zu reagieren.
Die Stadtteilkultur leistet einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur kulturellen Teilhabe und zur Identifikation der Menschen mit ihrem Wohnumfeld. Zahlreiche Initiativen, Vereine und Kulturschaffende engagieren sich mit kreativen Projekten in den Quartieren und bereichern das kulturelle Leben vor Ort.
Im Bezirk Hamburg-Mitte sind die verfügbaren Projektmittel für die Stadtteilkultur bereits zur Jahresmitte 2026 nahezu vollständig ausgeschöpft. Für die zweite Jahreshälfte stehen aktuell keine Mittel mehr für neue Kulturveranstaltungen zur Verfügung. Ursache hierfür ist die hohe Zahl neuer und innovativer Projektanträge aus den Stadtteilen sowie die besondere Attraktivität des Bezirks als Veranstaltungsort.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Dr. Gunter Böttcher erklärt dazu: „Stadtteilkultur ist weit mehr als Unterhaltung. Sie schafft Begegnungen, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglicht kulturelle Teilhabe für Menschen aller Generationen und Herkunft. Gerade in einem vielfältigen Bezirk wie Hamburg-Mitte sind kulturelle Angebote vor Ort unverzichtbar für ein lebendiges Miteinander – eine Null-Finanzierung ist nicht hinzunehmen“.
Die Fachsprecherin der CDU für Kultur, Brigitta Martens erläutert: „Die bisherige Verteilung der Mittel aus der Rahmenzuweisung Stadtteilkultur in Hamburg orientiert sich vor allem an Einwohnerzahlen, Bevölkerungsentwicklung und historischen Beständen. Andere Kriterien wie kulturelle Innovationskraft, Bürgerbeteiligung, lokale Initiativen oder die Bedeutung für das kulturelle Leben vor Ort werden dabei bisher nicht berücksichtigt. Das muss sich dringend ändern!“
Der vorgeschlagene Bezirkskulturfonds soll diese Lücke schließen und zusätzliche Fördermöglichkeiten für Stadtteilprojekte schaffen. Die Finanzierung könnte aus den Einnahmen der Hamburger Kultur- und Tourismustaxe erfolgen. Viele Veranstaltungen der Stadtteilkultur haben inzwischen eine überregionale Bedeutung entwickelt und tragen zur Attraktivität Hamburgs als Kultur- und Tourismusstandort bei.
