Seit Jahren werden im Quartier Haferblöcken Verkehrsprobleme thematisiert, ohne dass nennenswerte Verbesserungen erzielt wurden.
In der Quartiersbeiratssitzung am 18. März 2026 waren die ständigen Geschwindigkeitsüberschreitungen Thema. Nicht zum ersten Mal, denn Tempo 30 wird oftmals nicht eingehalten. Und das ist für Fußgänger und Fahrradfahrer gefährlich, insbesondere für Kinder.
Daraufhin hat die CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte im Regionalausschuss Billstedt beantragt, dass das Bezirksamt Hamburg-Mitte zusammen mit den zuständigen Stellen die Installation von Geschwindigkeitsüberwachungen in der Straße Fuchsbergredder, in der Straße Haferblöcken und in der Kurve der Straße Hans-Rubbert-Straße prüft.
Im Regionalausschuss Billstedt, der auch von Anwohnern des Quartiers Haferblöcken besucht wurde, beantragte die SPD die Verschiebung des Antrags in den Ausschuss für Verkehr und Mobilität, was dann auch gegen die Stimmen der CDU u.a. beschlossen wurde.
In der Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Mobilität am 29.04.2026 lehnte die rot-grüne Mehrheit den Antrag ab, da man das Quartier komplexer betrachten müsse und es dazu eine Arbeitsgruppe gebe. „Die Begründung ist fadenscheinig, denn der Antrag zielt auf konkrete und schnell umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ab“, so Peter Herkenrath, CDU-Mitglied im Quartiersbeirat Haferblöcken, im Regionalausschuss Billstedt und im Ausschuss für Verkehr und Mobilität.
Da in dieser Sitzung auch alle anderen Anträge der Oppositionsparteien von SPD und Grüne mit ähnlich dünnen Begründungen abgelehnt oder verschoben worden sind, ist nicht nur bei der CDU ein fader Beigeschmack aufgekommen. Hinzu kommt, dass bis heute zu diesem Thema von der SPD nichts vorgelegt worden ist, obwohl das Thema lange im Quartier bekannt ist.
Herkenrath dazu: „Es sah in dieser Sitzung einfach so aus, dass SPD und Grüne zeigen wollten, dass ohne sie hier nichts läuft. Den Eindruck hatten auch die anderen Oppositionsparteien in der Sitzung. Aber wenn wir mit diesem Antrag wenigstens ausgelöst haben sollten, dass die SPD nach monatelanger Abwesenheit im Quartiersbeirat Haferblöcken sich endlich um die Sorgen der Menschen vor Ort kümmert, dann wäre das zumindest ein kleiner Erfolg. Aber SPD und Grüne müssen jetzt liefern.“
