Das HafenCity Gemeinschaftshaus am Baakenhafen: Ein Jahr verspätet, Millionen teurer – und kein Ende in Sicht.

Das Gemeinschaftshaus am Baakenhafen entwickelt sich zunehmend zu einem weiteren Sinnbild für Planungschaos und mangelnde Kontrolle im öffentlichen Bauwesen der HafenCity Hamburg GmbH (HCH). Dieses Chaos reiht sich nahtlos ein in das Planversagen um die baufällige und gesperrte Treppenanlage an der HafenCity Universität und um den neuen Sitz der HCH, dem Null-Emissionsbürogebäude.

Obwohl die Eröffnung bereits für Ende 2025 angekündigt war, ist bis heute kaum Fortschritt sichtbar. Die nun vorgelegten Antworten der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) zeichnen ein alarmierendes Bild.

Die technische Gebäudeausrüstung steckt weiterhin fest – und das nicht zum ersten Mal. Die Behörde bestätigt, dass der ursprüngliche Auftragnehmer wegen „erheblicher qualitativer Mängel“ und „deutlichem Verzug“ entlassen werden musste. Ein anschließendes Vergabeverfahren scheiterte ebenfalls. Die Folge: zusätzliche Arbeiten, zusätzliche Verzögerungen, zusätzliche Kosten.

Statt der ursprünglich veranschlagten 2,5 Millionen Euro liegen die Baukosten inzwischen bei 3,7 Millionen Euro – Tendenz weiter steigend. Wer zahlt das? Die lapidare Antwort der BSW: Das Sondervermögen Stadt und Hafen der Freien und Hansestadt Hamburg – damit also wir alle als Steuerzahler.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte, Dr. Gunter Böttcher, dazu: „Wenn die Verantwortlichen jetzt nicht endlich klare Strukturen schaffen und echte Konsequenzen ziehen, droht das Gemeinschaftshaus am Baakenhafen zum weiteren Mahnmal für gescheitertes öffentliches Bauen in der HafenCity zu werden.“

Der CDU-Politiker Rando Aust weiter: „Die Anfrage brachte auch zu Tage, dass der Mietvertrag für das Gemeinschaftshaus zwischen Stadt und Quartiersmanagement e.V. trotz verspäteter Fertigstellung noch immer nicht abgeschlossen und für das vorgesehene Café noch immer kein Mieter gefunden ist.“

Besonders brisant: Die Behörde kann keine Maßnahmen nennen, die sicherstellen, dass der neue Fertigstellungstermin – Ende 2026 – tatsächlich eingehalten wird. Damit bleibt offen, ob die HafenCity Bewohner noch weitere Jahre auf ihr Gemeinschaftshaus am Baakenhafen warten müssen.

Die CDU-Bezirksfraktion fordert daher volle Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und endlich ein belastbares Konzept für das Gemeinschaftshaus am Baakenhafen, das den fortlaufenden Stillstand beendet.

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